Samstag, 3. Mai 2008

Straßen sind nicht nur zum Fahren da

Im Quartier am Turm leben laut einer Schätzung von Epple & Kalkmann schon heute rund 400 Kinder - die Rhein-Neckar-Zeitung verpasste dem Quartier deshalb auch schon den Beinamen ‚Kinderland’.

Jetzt brauchen die Kids aber auch ihren ‚Auslauf’ – und da Spielplatz und Kindertagesstätte auf sich warten lassen, bleiben nur die verkehrberuhigten Zonen fürs Bolzen auf Beton und Rollern im Rinnstein.

Wenn man sich jedoch den Autoverkehr im Quartier anschaut, scheint das Motto mancher Bolidenlenker eher ‚Brettern statt Bolzen’ und ‚Rasen statt Rollern’ zu sein. Das gilt häufig für Durchgangs- und Lieferverkehr – teilweise bedingt durch undeutliche Kennzeichnung von Geschwindigkeitsbegrenzungen - aber auch für manche Anwohner, die davon eigentlich selbst betroffen sein müssten.

Um das Bewusstsein für das eigene Tempo im Auto etwas zu schärfen, fand am 3. Mai 2008 ein Straßen-Spieltag im Helaweg und der Franz-Kruckenberg-Straße statt. Dabei wurde auf diesen Straßen ein Mini-Spielplatz aufgebaut, auf dem die Kinder des Quartiers mit Bällen, Bobby-Cars und Badminton ihren Spaß hatten.

Der Effekt: sobald Autofahrer die spielenden Kinder bemerkten, gingen sie deutlich vom Gas und hielten sich weitgehend an die Schrittgeschwindigkeit, die in verkehrsberuhigten Zonen für alle Fahrzeuge gilt – übrigens auch für Radfahrer.

Bleibt zu hoffen, dass angepasste Geschwindigkeit in Zukunft auch ohne solche Aktionen im Quartier zur Regel wird - gerade für die Anwohner sollte das eigentlich im eigenen Interesse sein.

Kommentare:

  1. Hallo, ich wundere mich über die vielen rücksichtslos geparkten Autos, vor allem in den Spielstraßen. Werden die vorhandenen Tiefgaragen den nicht benutz?

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  2. Hierüber wundern wir uns auch. Offensichtlich ist es vielen Anwohnern wichtiger 10 m Fußweg zu sparen als eine nutzbare (z.B. für Kinderspiele) verkehrsberuhigte Fläche zu haben. Ganz abgesehen von den Vorteilen einer Tiefgarage wie kein Eiskratzen im Winter und kein Brüten im Sommer. Leider läd die unsägliche Gestaltung der Verkehrsberuhigen Bereiche gerade dazu ein hier zu Parken, obwohl dies im gesamten Bereich verboten ist. Wir sind in Gesprächen mit der Stadt die Gesamtgestaltung zu ändern und dadurch die Parkmöglichkeiten zu legalisieren aber auch einzuschränken. Hierzu wird es hoffentlich bald einen "runden Tisch" mit den verantwortlichen der Stadt sowie engagierten Bewohnern geben. Wie sie sich vorstellen können gibt es hierzu natürlich viele unterschiedliche Meinungen ganz abgesehen von den ein oder anderen (finanziellen) Sachzwängen, sodaß eine Lösung nicht kurzfristig gefunden wird. Falls Sie Interesse an mehr Details haben, kommen Sie gerne zum nächten Treffen der Verkehrs AG am 15.10, 20:15 im der Vereinsgaststätte des TSG Rorbach.

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